Reisegruppe besucht Kinderdorf

Eine Rundreise durch Indien, begleitet von Johannes Blum und Vorsitzender des Fördervereins, führte die kleine Reisegruppe auch ins Kinderdorf Friendly Home. Schon der überaus herzliche Empfang durch die Kinder, Patres und Hausmütter war für die Ankommenden, die zuvor die Schule von Pater Thadews besucht hatten, bewegend.

Der Weg führte anschließend zum neuen Gebäude, wo die Einsegnung und Anbringung der Namenstafel „Sr. Misaela Home“ erfolgte. Das für die größeren Mädchen entstehende Haus wurde nach einer aus Speicher stammenden Ordensfrau benannt, die sich überwiegend als Leiterin von Kindergärten um die Erziehung und das Wohl der ihr anvertrauten Kinder verdient gemacht hat.

Im Anschluss an diese Einsegnung führten die Kinder Tänze vor und erfreuten die Gäste mit einem deutschen Liedbeitrag, einstudiert von Helena, die ihr freiwilliges soziales Jahr bei den Kindern verbringt. In seinem Grußwort brachte Pater Navin, der neue Direktor von Friendly Home, seinen Dank zum Ausdruck über den Einsatz und die Unterstützung durch den Förderverein. “Ohne die finanzielle Mithilfe wäre das, was hier entstanden ist und sich noch im Aufbau befindet, nicht möglich“ sagte er unter dem Beifall der Kinder und Betreuer. Johannes Blum ging in seinem Redebeitrag auf die gute Zusammenarbeit mit Pater Navin und Pater Thadews ein. Mit eindringlichen Worten, bezogen auf die Entlassung einiger Kinder, ermahnte er die Kinder den Anordnungen der Patres und Haumütter Folge zu leisten und mit allem was ihnen hier geschenkt und geboten wird, sorgfältig umzugehen. Auch in den gezeigten Leistungen in der Schule sollten sie nicht nachlassen und bestrebt sein in der gebotenen Bildungschance ihre Zukunft zu sehen, gab aber auch die Zusage für die weitere Unterstützung durch den Förderverein. Mit der Übergabe einer Spende von Frau Elisabeth Kretzschmar, Künstlerin und Mitglied des Fördervereins, sowie dem Austausch von Gastgeschenken, bei dem jedem Kind ein Badetuch mit eingesticktem Namen überreicht wurde, endete das offizielle Programm. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hatten die Gäste Gelegenheit sich mit den Kindern zu unterhalten und die gesamte Anlage zu besichtigen. Diese Zeit der Begegnung habe alle sehr genossen. Erfreut waren die Kinder dann auch noch über die Inbetriebnahme der fünf Computer, ermöglicht durch eine Spende der Klasse 6a des Gymnasiums Saarburg. Am späten Nachmittag hieß es dann nach einiges Dankesworten durch Herrn Blum Abschied nehmen von den Kindern, die den Gästen aus Deutschland nach wenigen Stunden des Zusammenseins mit ihren strahlenden Augen zuwinkten in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. Für die Reisegruppe ein wunderschöner Tag, der bei Allen einen positiven Eindruck hinterlassen und - durch diese Begegnung ausgelöst - weitere Unterstützer gefunden hat.

Bericht von Pater Navin aus Friendly Home

Namaste!

Wir - Hannah, Sophia, Lea, Eva und Johanna – sind im Sommer 2017 zwei Monate durch Indien gereist. Unsere Endstation war das Kinderdorf „Friendly Home“ in Alangayam im Süden des Landes, wo wir zwei Wochen verbracht haben. Bei unserer Ankunft wurden wir mit einem Willkommenslied und Blumensträußen herzlich begrüßt und fühlten uns dort sofort wohl. Die Kinder waren uns gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert, wodurch wir gleich mit ihnen ins Gespräch kamen. Durch ihre guten Englischkenntnisse war das auch kein großes Problem.
Jede von uns hat mit den Kindern zusammen in einem der Wohnhäuser gelebt und den Alltag mit ihnen verbracht. Unsere Aufgabe war es, in der benachbarten Schule die Fächer Deutsch und Kunst zu unterrichten. Nachmittags haben wir mit den Kindern draußen, zum Beispiel Volleyball, Fußball oder Memory, gespielt und ihnen bei den Hausaufgaben geholfen.
Die zwei Wochen zusammen mit den Kindern und den Betreuerinnen waren für uns ein wertvolles Erlebnis, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden. Wir wurden sofort in die Gemeinschaft integriert und lernten das indische Leben und die Kultur noch intensiver kennen als auf unserer bisherigen Reise.
Um dieses soziale Projekt von Deutschland aus unterstützen zu können, veranstalteten wir einen Bilderabend, an dem wir Spenden für das „Friendly Home“ gesammelt haben. Dass Interesse in der Pfarreiengemeinschaft besteht, sah man daran, dass die Veranstaltung sehr gut besucht war und der Spendentopf mit 684 € gefüllt wurde.
Wir sind dankbar für die Erfahrungen, die wir während unserer Reise in Indien gesammelt haben und können es jedem ans Herz legen, das „Friendly Home“ einmal zu besuchen.

Juli 2017

Mit Beginn des neuen Schuljahres wurden weitere 11 Kinder - Waisen- und Halbwaisen - im Kinderdorf Friendly Home aufgenommen. Es sind meist tragische familiäre Umstände, die sie hierher geführt haben.
Mittlerweile haben sich die fünf Jungs und sechs Mädchen im Alter von 6 bis 10 Jahren gut in die Gemeinschaft eingelebt und besuchen die Schule. Unterstützt werden auch diese Kinder durch Paten, die der Förderverein vermittelt hat.

Wir wünschen den Neuankömmlingen und den übrigen Kindern einen guten Start ins neue Schuljahr!

 

 

Bericht von Pater Navin aus Friendly Home

Friendly Home feiert Geburtstag

Der 13. Juni ist für das Friendly Home ein besonderer Tag, wie Lea Henrich, die ihr freiwilliges Jahr bei den Kindern verbringt, berichtet:
An diesem Tag im Jahr 2011 wurde das erste Haus des Friendly Homes in Alangayam, Tamil Nadu, eröffnet. Zu Beginn lebten 16 Kinder dort, mittlerweile leben in den insgesamt vier Häusern über 40 Jungen und Mädchen.

Damit der Tag seiner besonderen Bedeutung gerecht gestaltet wurde, plante die Friendly Home Family ein spezielles Programm für den 15. Juni.

Weil mehr Menschen zu der Friendly Home Family gehören als diejenigen, die im Moment dort leben, erwarteten die Kinder aufgeregt die geladenen Gäste: Die gesamte Community Vaniyambadis war anwesend sowie ihr Gemeindepastor, natürlich die Community Alangayams, ein ehemaliger Direktor des Friendly Homes und als besondere Gäste zwei Provinziale, Rev. Fr. Innagci  Muthu, der Provinzial der Süd Ost Provinz und Rev. Fr. Jacob, der Provinzial der Provinz Nagpur.

Ein besonderes Highlight war, dass die Community aus Vaniyambadi die Mitbrüder der Kinder mitbrachte, die seit einer Woche von Alangayam nach Vaniyambadi umgezogen sind.

Bereits einige Tage zuvor wurde im Friendly Home fleißig geprobt.

Die Kinder führten Tänze aller Art auf, zu englischen Liedern, zu aktueller Tamil Musik und ebenso zeigten sie ihr Talent in einem klassischen Folk Tanz.

Die Geschichte des Friendly Homes wurde in einer Powerpoint Präsentation gezeigt. Fasziniert waren alle von der schnellen Entwicklung, von einem einzigen Haus mit einer Hausmutter zu einem Friendly Home Campus, mit vier Hausmüttern, Köchinnen und Hausmeister.

Ein ganz besonderer Moment war es für die Kinder, als der neue Provinzial und die anderen Patres ihnen ihre neuen Kleidungsstücke überreichten. Diese sind ein Geschenk von Familie Steffen und Familie Steinmetz, die im April das Friendly Home besucht haben.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die beiden Familien, Sie haben den Kindern eine unglaubiche Freude bereitet.

Nach dem Programm klang der Abend, abgerundet mit einem Festessen und vielen Geschichten, die es zu erzählen gab, langsam aus.

Alle waren sich einig: Es war ein wundervoller Tag, der gezeigt hat, was für ein tolles Projekt Friendly Home ist, was Friendly Home für eine großartige Geschichte hat und dass eine wundervolle Zukunft auf die Kinder wartet!